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Die Kutsche als Vorläufer des automobils

März 1886 bestellte der automobilpionier Gottlieb Daimler eine Kutsche der Bauart "Americain" bei Wilhelm Wimpff & Söhne in stuttgart, die im august 1886 ausgeliefert wurde.Am 8. Ursprünglich als Geschenk für seine Frau Emma gedacht, endete sie, nachdem Daimler dort einen Motor eingebaut hatte, als das erste vierrädrige automobil.



Kutschentypen

  • Berline: Ähnlich wie der Landauer,aber mit festem Dach)
  • Break: Schwerer Wagentyp zum einfahren junger Pferde.
  • Buggy
  • Carruca (Römischer Wagen)
  • Coupé: vierrädrige Kutsche mit zwei Sitzplätzen in einer Kabine, bei welcher der Fahrer weit vorn und außerdem draußen saß.
  • Dog Cart: Offener zweirädriger Einspänner. Im Wagenkasten ist ein verschließbarer Raum/Fach für Hunde integriert.
  • Duc
  • Gig
  • Jagdwagen: Am Heck ist ein Fang zum Ablegen von erlegtem Wild montiert.
  • Landauer
  • Marathonwagen
  • Parkwagen
  • Phaeton
    • Spider-Phaeton: Leichte Ausführung eines Phateon.
    • Stanhope-Phaeton
  • Planwagen
  • Postkutsche
  • Sjees
  • Sulky
  • Viktoria
  • Vis a Vis
  • Wagonette


Unterscheidungsmerkmale

Daher sind historische Kutschen stets Unikate.Kutschen wurden früher von Manufakturen individuell nach Bestellung des Kunden gebaut. Erst ganz am Ende der Ära der Kutschen wurden zumindest Einzelteile industriell hergestellt. Auch die verschiedenen Wagentypen sind daher nicht mit den heutigen Modellen der automobilindustrie vergleichbar.

Hier dennoch einige Merkmale um eine Kutsche klassifizieren zu können:.

  • Anzahl Achsen: 1-achsig z.B. der Gig oder der Sulky.
  • Stadtanspannung oder Landanspannung
  • selbstfahrer oder vom Kutscher zu fahren: Der selbstfahrer wird vom Besitzer des Wagens selbst gefahren. Erkennbar an der Ausstattung des Fahrersitzes. Typischer Selbstfahrer: Der Phaeton. Bei einigen Viktoria Kutschen gibt es die Möglichkeit den Bocksitz abzumontieren und damit zum Selbstfahrer umzuwandeln.
  • Sitzanordnung der Passagiere: Z.B. Dos-a-dos (Rücken an Rücken), oder Vis-a-Vis.
  • Verdeck: Offene Wagen, Baldachin, Klappverdeck (z.B. beim Landauer), festes Dach (z.B. die Berline).
  • verwendungszweck: Z.B. für das Gelände oder zum Dressurfahren usw.
  • Die Bremsen
    • In Gegenden mit wenigen Steigungen findet man noch heute Kutschen ohne Bremsen. Die Zugtiere können den Wagen selbst über die Aufhalter oder ein Hintergeschirr abbremsen.
    • Hemmschuhe (auch: Bremsschuhe) wurden vor allem im Gebirge zum Bremsen auf längeren Abfahrten verwendet
    • Bergbremse (verhindert das Bergabrollen der Kutsche)
    • Backenbremsen
    • Scheibenbremsen sind in modernen Kutschen üblich.
  • Der Bremshebel
    • Zugbremse (ähnlich der Handbremse beim auto)
    • Druckbremse (eine Handbremse zum nach vorne drücken)
    • Spindelbremse (zum kurbeln)
    • Handradbremse
    • Fußbremse (bei den meisten modernen Kutschen)
  • Die Art der Federung

Das ziehen wird den Zugtieren erleichtert.Die Federung unterscheidet die Kutsche vom Wagen, die Ausführung zeigt den Fortschritt der Technik, aber auch den Stand an (siehe auch:Equipage). Die Federung macht den Transport von Personen bequemer und sicherer.

    • Die Aufhängung des Wagenkastens auf vier Pfosten mittels eines Lederriemens war die erste Form der Federung. Die Pfosten wurden später durch Blattfedern und schliesslich Federpaketen ersetzt.

Typische Federformen:.

    • S-Form und C-Form
_ _
 \ \
 \_ _/


.

    • Elliptische Federn mit den Untertypen:
      • einfache elliptische Feder
      • Doppelelliptikfeder
      • Halbelliptikfeder (auch Dreiviertelelliptikfeder genannt)
 _______ ____
________ / \ /
\______/ \_______/ \________/
      • Bügel-C-Feder C-Feder am neuen Galawagen König Ludwig II.
    • Einige Moderne Kutschen haben eine Luftfederung. (z.B. für Geländefahrten).
  • Die Anordnung der Federn am Wagengestell:
    • Eine Feder pro Rad
    • Denuett-Federung. 1 zusätzliche Feder pro Achse verbindet die primären Federn.
    • Parallelogramm-Federung. 4 Federn pro Achse. Zwei zusätzliche Federn verbinden die primären Federn quer zur Wagenrichtung.
  • Spezielle Ausstattungen:
    • In den Wagenkasten integrierte Box mit Lüftungsschlitzen um Hunde sicher unterzubringen (der Dog Cart).
    • Wildfang um erlegtes Wild zu transportieren (Kennzeichen des Jagdwagens).



Übersicht auto - Mehr zum Thema Kutsche (2)

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