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Stadtgliederung

Die durch die jüngste Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Büchenbronn, Eutingen an der Enz, Hohenwart, Huchenfeld und Würm haben gemäß § 8 ff der Hauptsatzung der Stadt Pforzheim als Vertretung ihrer Ortschaft einen eigenen Ortschaftsrat und eine Ortschaftsverwaltung.Die Stadt Pforzheim ist in 16 Stadtteile gegliedert. Der Ortschaftsrat ist zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die Entscheidung über eine Maßnahme liegt jedoch beim Gemeinderat der Gesamtstadt Pforzheim.

  • Innenstadt
  • Nordstadt
  • Oststadt
  • Südoststadt
  • Südweststadt
  • Weststadt
  • Arlinger
  • Brötzingen
  • Buckenberg und Hagenschieß mit Altgefäll, Haidach und Wald-Siedlung
  • Büchenbronn mit Sonnenberg
  • Sonnenhof
  • Dillweißenstein
  • Eutingen an der Enz mit Mäuerach
  • Hohenwart
  • Huchenfeld
  • Würm


Geschichte

Chr.Die Stadt geht auf eine römische Siedlung an einer Enz-Furt zurück (um 90 n.), der Name vermutlich auf lateinisch portus = Hafen.

Über eine zu vermutende Hafenanlage an der Enz ist nichts weiter bekannt. Wohl schon zu dieser Zeit etabliert sich die Flößerei in der römischen Siedlung, da die Enz ab "Portus" durch den Zufluss von Nagold und Würm schiffbar wird. Die Siedlung liegt an der römischen Heerstraße zwischen Oberrhein- und Neckargebiet gerade dort, wo die Fernhandels- und Heerstraße die Enz (kurz nach der Vereinigung von Nagold und Enz) in einer Furt überquert.90 die erste Urkunde, der römische Leugenstein von Friolzheim, weist auf die römische Siedlung 'Portus' (lateinisch für Hafen) hin. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist der lateinische Name unvollständig überliefert und hatte weitere Bestandteile.

Jahrhundert: Angefangene römische Großbauten lassen den Schluss zu, dass die kleine Handwerkersiedlung zu einem Verwaltungszentrum, etwa einem Civitas-Hauptort, ausgebaut werden soll.3.

Die Siedlung 'Portus' wird dem Erdboden gleich gemacht.259/260 erobern Franken und Alamannen die rechtsrheinischen Gebiete des römischen Reichs. Die Überlieferung über die Siedlung bricht vorerst ab.

und 7.6. Jahrhundert: Reihengräberfunde weisen ebenso wie der Ortsname Pforzheim auf die Kontinuität der Siedlung hin.

Ein Zeugnis unter anderem für diese Zeit ist die Grabungsanlage am Kappelhof im Untergeschoss des Caritas-Gebäudes.Über die römische Siedlung wächst die später so genannte "Alte Stadt" von Pforzheim.

Jahrhunderts verschwindet die Schmuck- und Uhrenindustrie in großen Teilen aus Pforzheim und wandert nach Fernost (unter anderen China, Thailand: Bangkok) aus. Jahrhundert entsteht die Schmuck- und Uhrenindustrie, durch die Pforzheim Reichtum und Bekanntheit erlangt. Im 18. Danach wird die Residenz nach Durlach (heute Stadtteil von Karlsruhe) verlegt. Von 1535 bis 1565 ist Pforzheim Residenz des badischen Markgrafen Ernst.1067 wird Pforzheim in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. zum ersten Mal erwähnt, um 1080 erhält die Siedlung das Marktrecht. Ab 1220 wird Pforzheim zur Residenz der badischen Markgrafen. Die Stadt bleibt aber Sitz eines badischen Amtes. Vom frühen Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ist Pforzheim ein Handelszentrum für die Flößerei. Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert erlebt Pforzheim seine erste Blütezeit. Ende des 20. Pforzheim wird in seiner Geschichte mehrfach zerstört und wieder aufgebaut: 260, 1645, um 1690 gleich dreifach und zuletzt 1945.

1067 Erste Erwähnung der Siedlung Pforzheim in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. Beurkundete Besuche Pforzheims durch Kaiser Heinrich des IV in den jahren 1067 und 1074.

1100 Dem Codex des Klosters Hirsau ist zu entnehmen, dass die "Alte Stadt" von Pforzheim bereits vor 1100 Marktrecht besitzt und sich im Besitz des Klosters Hirsau befindet.

Jahrhundert: Die "Alte Stadt", klösterlich-kirchlich geprägt, mit einer Nikolauskapelle (Schutzpatron der Flößer und Schiffer), im Schutz einer frühen Martinskirche, bekommt Konkurrenz von einem neuen Siedlungskern ("Neustadt"), unterhalb eines 800m flussaufwärts gelegenen Burgbergs mit einer michaelskapelle (heutiger Schlossberg mit Schlosskirche).12. Die "Neustadt" wächst schnell.

1220 die badischen Markgrafen wählen Pforzheim zur Residenz. Der Schwerpunkt verschiebt sich zugunsten der "Neustadt" - die "Alte Stadt" verliert an Bedeutung.

1240 Erste urkundliche Erwähnung eines Pforzheimer 'bürgermeisters'.

, wird in Pforzheim mit großem Prunk gefeiert. mit Katharina von Österreich, der Schwester Kaiser Friedrichs III.1447 "Pforzheimer Fürstenhochzeit": Die Hochzeit des badischen Markgrafen Karl I.

Reuchlin ist heute Namensgeber für das Reuchlinhaus (Schmuckmuseum), den Reuchlinpreis, das Reuchlin-Gymnasium. Ihre Lehrer und Schüler spielen eine wichtige und herausragende Rolle in der Ausbreitung des Humanismus und der Reformation. Juni 1522 in stuttgart).1455 Johannes Reuchlin, der große Deutsche Humanist, wird am 29. Januar in Pforzheim geboren (gestorben am 30. Unter der besonderen Führung von Johannes Reuchlin entwickelt sich die Pforzheimer Lateinschule zu einer der bedeutendsten Gelehrtenschulen SüdDeutschlands. Zu den bekanntesten Schülern gehört Reuchlins Neffe Philipp Melanchthon.

Jedem Floßfahrer der vergangenen Jahrhunderte sind die Flößer-Stationen Weißenstein, Dillstein und Pforzheim feste Begriffe. Die über Enz, Nagold und Würm geflößten Einzelstämme und Kleinflöße aus dem tiefen Schwarzwald (die langen und geraden Tannen waren als Baumaterial ideal) werden in der Pforzheimer Au zu Großflößen für die untere Enz und die Wasserlinie Neckar/Rhein umgebunden. Zu den ältesten Gewerben in Pforzheim zählt die Flößerei.1501 erläßt Markgraf Christoph die "Ordnung der flötzer oder schiffer zu Pfortzheim". Pforzheim besitzt zu dieser Zeit auch eine Zollstation für Flößer, an der Flößer für die Beschiffung der Wasserwege eine Gebühr entrichten müssen.

1535 bis 1565: Bei der Erbteilung der badischen Lande ist Pforzheim Residenz der Markgrafen von Baden-Durlach, die sich jedoch immer mehr in die Rheinebene (Durlach) zurückziehen.

1618: Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges bringt es Pforzheim auf eine Einwohnerzahl von insgesamt etwa 2500 bis 3000 Einwohnern. Pforzheim ist damit mit Abstand die größte unter den Städten der Markgrafen von Baden. Zu diesem Zeitpunkt hat Pforzheim schon deutlich Bedeutung gegenüber früherer Zeit eingebüßt, zum Teil weil im 15. Jahrhundert viele Oberschichtfamilien (Patrizier) die Stadt verlassen.

Damit ist der Status eines dorfähnlichen Weilers besiegelt und sie verschwindet bis auf ein paar Randnotizen aus der Geschichtsschreibung. Sie wird ohne Befestigungsanlagen wieder aufgebaut.1645: Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges brennen bayrische Truppen die "Alte Stadt" nieder. Die "Neustadt" besteht weiter.

Drei Orden lassen sich in der Stadt nieder. Holzhandel und Flößerei, Gerberei, Tuch- und Zeugmacherei tragen neben dem Handwerk zum Reichtum der Stadt bei. Jahrhundert: Die tatkräftige Förderung der badischen Markgrafen, die Pforzheim als den wichtigsten Stützpunkt ihrer Hausmacht betrachten, und die günstige Lage am Kreuzungspunkt großer Handelsstraßen führen zu einer Wirtschaftlichen Blüte.13. - 15. Die letzten Jahrzehnte dieser Blütezeit, in denen die politische und wirtschaftliche Vormachtstellung zu wanken beginnt, sind in geistiger Hinsicht Höhepunkte der Stadtgeschichte.

Pforzheim wird von französischen Truppen dreimal geplündert und niedergebrannt.1689-1692: Der Pfälzer Erbfolgekrieg richtet in SüdwestDeutschland ungeheure Zerstörungen an.

Dieses 'Waisen-, Toll-, Kranken-, Zucht- und Arbeitshaus' wird später zur Keimzelle der noch heute existierenden Schmuck- und Uhrenindustrie.1718 wird das Pforzheimer Waisenhaus (Landeswaisenhaus) im Gebäude des ehemaligen Dominikanerinnenklosters eröffnet.

Bald wird in alle Welt exportiert.1767: Gründung der Schmuck- und Uhrenindustrie in Pforzheim durch den Markgrafen Karl-Friedrich: Durch einen Schweizer Unternehmer wird zur Ausbildung der Waisen im Waisenhaus eine Uhrenfabrik eingerichtet, die sich dann auch auf die Herstellung von Schmuckwaren verlegt. Das unternehmen entwickelt sich kräftig.

1809 wird das badische "Amt Pforzheim" in ein "Stadtamt" sowie ein "Erstes und ein Zweites Landamt" aufgeteilt. Die beiden letzt genannten werden jedoch 1813 wieder zum Landamt Pforzheim Vereinigt. 1819 werden Stadt- und Landamt Pforzheim zum "Oberamt Pforzheim" vereinigt, das 1864 in das "Bezirksamt Pforzheim" überführt wird.

1836 erfindet Ferdinand Öchsle in der Stadt die Mostwaage mit der noch heute das Mostgewicht des frisch gepressten Traubensaftes in Grad Öchsle gemessen wird.

1861 erfolgt die Anbindung Pforzheims an das Eisenbahnnetz durch die Fertigstellung der Teilstrecken von Pforzheim nach Wilferdingen. Dies leitet das Ende der Flößerei ein.

1888 ist Pforzheim Ziel der ersten Überlandfahrt mit einem automobil, die Bertha Benz (ohne wissen ihres Mannes Carl Benz) mit ihren beiden Söhnen von Mannheim aus unternimmt.

Diese Blütezeit wird mit der Zerstörung Pforzheims 1945 vorerst beendet.19. Jahrhundert: die Textil-, Metall- und Schmuckwarenfabriken in Pforzheim bilden das industrielle Herz des Großherzogtums Baden.

FC Pforzheim Deutscher Vizemeister.1906 wird der 1.

1938 wird am 9. november während der so genannten "Reichskristallnacht" auch in Pforzheim die Synagoge geschändet und schwer beschädigt. Die Kosten für den Abriss muß die jüdische Gemeinde tragen.

Die Stadt selbst wird kreisfrei.1939 wird Pforzheim Sitz des aus dem Bezirksamt Pforzheim hervorgegangenen landkreises Pforzheim.

Nur wenige überleben, fast keiner kehrt nach dem Ende der Naziherrschaft in die Stadt zurück.1940 erfolgt die Deportation der letzten in Pforzheim verbliebenen Juden.

Es werden Flakgranaten sowie Raketen vom Typ V1 und V2 hergestellt.1944 arbeiten In 101 Betrieben 18622 Arbeitskräfte 66 Stunden pro Woche für den sogenannten Endsieg.

Möglicherweise ist die verwinkelte, malerische Fachwerkaltstadt, ausgewählt unter der Prämisse der Brennbarkeit, der eigentliche Grund für den Angriff, da die feinmechanische Industrie, mittlerweile weitgehend auf die Produktion von Zündern umgestellt, ausgelagert ist. 98 Prozent des Stadtgebiets werden zerstört. Nach Hamburg und Dresden ist dies der Angriff mit den meisten Opfern. Die Bomber und der Feuersturm der sich in der engbebauten Altstadt entwickelt, töten damit 30 Prozent der Bevölkerung der Stadt.000 menschen den Tod. Innerhalb von 22 Minuten Finden bis zu 18. februar 1945 wird Pforzheim bei einem Angriff 379 britischer Bomber fast völlig zerstört.Am 23. Pforzheim gehört damit zu den am stärksten zerstörten Städten. Insgesamt ist dieser Angriff der konzentrierteste und erfolgreichste der Alliierten im Krieg. Nach dem Krieg wird Pforzheim rasch wieder aufgebaut. Die Stadt wächst durch Eingemeindungen stark an. Das heutige Stadtbild ist durch den seelenlosen Stil der 1950er Jahre geprägt.

Das Ittersbacher Bähnle (S-Bahn Pforzheim-Ittersbach) wird nicht wieder aufgebaut. Auf einer Strecke zwischen Wurmberg und Büchenbronn gibt es zum Teil erhebliche Forstschäden, die das Landschaftsbild für Jahrzehnte prägen werden. Zwei menschen sterben, über 200 werden verletzt, 1750 Häuser werden beschädigt. Juli 1968 werden Pforzheim und seine Umgebung von einem Tornado der Stärke F4 nach der Fujita-Tornado-Skala heimgesucht.Am 10. Die durch den Tornado zerstörten Oberleitungen von O-Bus und Straßenbahn werden nicht mehr repariert, Pforzheim stellt den öffentlichen Personennahverkehr der Stadtwerke vollständig auf Dieselomnibusse um.

Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 geht der landkreis Pforzheim im neu gebildeten Enzkreis auf, dessen Sitz die Stadt Pforzheim wird. Sie selbst bleibt aber kreisfrei. Pforzheim wird ferner Sitz der neu gebildeten Region Nordschwarzwald.

Januar 1975 überschreitet die Einwohnerzahl die 100.Am 1.000-Grenze, wodurch Pforzheim zur Großstadt wird.




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